Montag, 1. Juli 2013

Monatsrückblick Mai

Sooo, da alle gerade ihren Monatsrückblick Juni posten, wird es auch für mich mal Zeit, auf den Mai zurückzublicken :-)

Das habe ich im Mai gelesen:



Jodi Picoult - Die einzige Wahrheit, 464 Seiten
Von Jodi Picoult wollte ich nach "19 Minuten" und "Beim Leben meiner Schwester" (die ich beide wirklich top fand!) schon lange mal wieder etwas lesen. Hier gewährt sie uns - aus den Augen einer ziemlich abgebrühten Strafverteidigerin - Einblick in die strengen Regeln einer Amisch-Gemeinde. Ein wirklich spannendes Buch mit unterschiedlichsten Charakteren, in die ich mich gut hineinversetzen konnte. Zwar waren einige Wendungen der Geschichte etwas vorhersehbar, aber das hat mich nicht sonderlich gestört, so sehr hat mich die Geschichte gefesselt.




Antonia Michaelis - Die Worte der weißen Königin, 267 Seiten
Ein sehr trauriges Buch, das Antonia Michaelis wieder in ihrem tollen poetischen Stil verfasst hat. Anders als beim "Märchenerzähler" richtet sich das Buch aber an ein jüngeres Publikum und ich musste meine Erwartungen beim Lesen etwas zurückschrauben. Die Szenen, in denen Lion mit häsulicher Gewalt konfrontiert wird, haben mich ziemlich schlucken lassen, dafür war seine Freundschaft zu dem Adler wunderschön beschrieben.

Sophie Jordan - Firelight 02. Flammende Träne, 334 Seiten
In die Welt der Draki habe ich mich wirklich verguckt! Jacinda entwickelt sich im 2. Band enorm weiter und ich konnte ihre innere Zerrissenheit sehr gut nachvollziehen - es gibt viele Stellen, wo ich selbst nicht wusste, was der richtige Weg ist. Da die Geschichte diesmal im Dorf der Draki spielt, bekommt man noch mehr Hintergrundwissen über diese geheimnisvollen Wesen mit und weniger Highschool-Geschichten (wie im 1. Band), so dass mir dieser Teil der Trilogie sogar noch ein bisschen besser gefallen hat als der erste. 

 



Jaclyn Dolamore - Magic Under Glass (engl.), 240 Seiten 
Leider ein ziemlicher Reinfall. Mit Protagonistin Nimira wurde ich überhaupt nicht warm, auch die anderen Charaktere kamen mir ziemlich platt und lieblos gestaltet vor. Durch die Geschichte wurde man nur so durchgejagt, aber Erklärungen hat man kaum bekommen. Gerne mehr gelesen hätte ich vor allem von dem Automaten Erris und der im Klappentext angekündigten Liebesgeschichte, aber diese kam nur in kleinen Passagen vor und konnte das Buch für mich nicht mehr retten. Das relativ offen gehaltene Ende hat mich dann auch ziemlich geärgert, aber den nächsten Teil "Magic under Stone" werde ich gewiss nicht in die Hand nehmen.
 
Sarah Rubin - Ein Traum und zwei Füße, 280 Seiten
Sehr verwundert hat mich, dass dieses Buch in den 50er Jahren spielen sollte. Allein schon das Cover hat mir etwas anderes erzählt und auch durch den umgangssprachlichen Schreibstil habe ich das Buch ständig in die Jetztzeit eingeordnet, was an manchen Stellen für Verwirrung gesorgt hat. Casey ist eine sympathische Protagonistin und ich habe sie gerne auf ihrem Weg begeleitet, manchmal war sie mir aber auch zu sehr von sich selbst überzeugt. Trotzdem eine Empfehlung für tanzbegeisterte Mädels!




Dan Brown - Inferno, 688 Seiten
Uff, auf den neuen Roman mit Robert Langdon hatte ich mich schon lange gefreut - auch wenn sein Konzept immer ähnlich aufgebaut ist, so versteht er es ja doch, Spannung zu erzeugen. Diesmal kam mir vieles allerdings doch zu bekannt vor ... Dadurch, dass man lange Zeit nicht weiß, wo die Geschichte hinwill, wird immer nur kurzzeitig Spannung erzeugt, die aber schnell wieder verpufft, zwischendrin wirkt die Geschichte eher konstruiert und langweilig. Was ich über das Ende denken soll, weiß ich immer noch nicht ... auf jeden Fall habe ich beim Lesen immer wieder gedacht "Das meint er jetzt nicht ernst." Insgesamt also eher ein durchwachsenes Lesevergnügen.




Alexandra Reinwarth - Das Glücksprojekt, 250 Seiten
Ein Glücksratgeber der anderen Art. Die Autorin beschreibt (Gott sei Dank!) nicht, wie man endlich glücklich wird, sondern erzählt von ihrem ganz eigenen Weg zum Glück, der mitunter sehr lustig ist! Ich habe mich an vielen Stellen wiedererkannt und musste oftmals schmunzeln über die teils absurden Erlebnisse der Protagonistin. Und vielleicht setze ich den ein oder anderen Tipp aus disem Buch ja auch mal in die Tat um!




-> macht insgesamt 2523 Seiten, pro Tag etwa 81 Seiten 
 

Was es sonst noch zu erzählen gibt:

Wuhu, mit über 2500 gelesenen Seiten war der Mai mein bisher bester Lesemonat in diesem Jahr. Die Feiertage haben mir ein bisschen mehr Zeit zum Lesen gegeben und die ein oder andere sonnige Stunde ließ sich auch auf dem Balkon verbringen - ich kann mich also nicht beklagen :-)
Beklagen könnt ihr euch allerdings, dass es noch immer keine Auswertung der YA-Challenge gab. Diese ist jedoch noch nicht aufgehoben, bloß verschoben ... es wird definitiv noch eine kleine Zusammenfassung geben, aber geduldet euch lieber noch ein bisschen :-)

Ich wünsche allen einen schönen und lesereichen Juni gehabt zu haben :-)
Eure Bücherdiebin 

Kommentare:

  1. Uff, Magic Under Glass hat dir ja gar nicht gefallen D: Schade, ich fand das Buch so schön. Aber ich glaube, was die Weiße Königin angeht, sind wir eher einer Meinung. Das Buch war schön, aber eben nicht so... tiefgehend? wie der Märchenerzähler oder die Nachtigall/en.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, leider! Dabei wollte ich das Buch so sehr mögen, allein das Cover hat es mir angetan und dann die Automatengeschichte ... Aber so ist es mir auch schon bei der "Mechanik des Herzens" gegangen (kennst du das?)
      Jupp, die weiße Königin kann man gut lesen, wenn man den Stil von Antonia Michaelis mag, aber man merkt doh deutlich, dass es sich an ein jüngeres Publikum wendet. Nicht so tiefgehend trifft es ganz gut ... oder vielschichtig. Gespannt vin ich noch auf ihr "Paradies für alle", das richtet sich ja mehr an ein erwachsenes Publikum, muss ich unbedingt noch lesen :-)

      Löschen
    2. Die Mechanik des Herzens hab ich noch nicht gelesen, würde ich aber gern noch. Vielleicht liegen dir ja auch diese Automatengeschichten einfach nicht?

      Oh, von dem Paradies-Buch hatte ich gar nichts mitbekommen. Klingt erst mal ein bisschen überdramatisch.. hm, aber wenn du es liest erzählt doch mal wie es so ist. Würde mich ja schon interessieren wie die Autorin für Erwachsene schreibt.

      Löschen
    3. Eigentlich finde ich die Idee von diesen Automatengeschichten total gut ... vielleicht erwarte ich deshalb auch zuviel und bin dann so enttäuscht von den Büchern.
      Ich weiß nicht, ob du PC-Spielerin bist, aber hast du mal das Adventure "Syberia" gesehen? Da taucht man in eine ganze Welt voller Automaten ein - hat mich total fasziniert damals. Leider hab ich sowas Tolles in den Büchern noch nicht wiedergefunden :-(

      Vom Paradies-Buch werde ich definitiv berichten! Bin echt gespannt darauf, muss jetzt nur noch unsere Bibliothek überzeugen, das anzuschaffen :-)

      Löschen
    4. Das Spiel sagt mir gar nichts, bin da aber auch nicht sehr bewandert. Woah, aber die Screenshots sehen sehr cool aus :0 Kann ich mir vorstellen, dass du da gern mal literarisch abtauchen würdest.

      Löschen