Freitag, 1. Juli 2011

[Rezension] Jeff Kinney - Gregs Tagebücher I - V

"Zuerst will ich etwas klarstellen: Das sind meine Memoiren und KEIN Tagebuch. Ich weiß, auf dem Umschlag steht etwas anderes, aber als meine Mom das Ding besorgt hat, habe ich ihr EXTRA gesagt, nichts zu kaufen, auf dem "Tagebuch" steht. [...] Wenn sie glaubt, dass ich hier meine "Gefühle" oder so einen Quatsch reinschreibe, hat sie sich getäuscht. Erwartet also nicht, "Liebes Tagebuch" dies und "Liebes Tagebuch" das von mir zu hören."

Die bisherigen Titel:
01: Von Idioten umzingelt!
02: Gibt's Probleme?
03: Jetzt reicht's!
04: Ich war's nicht!
05: Geht's noch?
Der 13-jährige Greg Heffley hat von seiner Mutter ein Tagebuch geschenkt bekommen. Und das, obwohl Tagebücher doch eigentlich nur was für Mädchen sind! Oder etwa doch nicht? Greg jedenfalls beginnt einfach mal darin zu schreiben und zu zeichnen: über seine lästigen Brüder, seine Eltern, seinen trotteligen Freund Rupert, den täglichen Überlebenskampf in der Schule, ein echt gruseliges Geisterhaus und über den verbotenen Stinkekäse...

"Gregs Tagebücher" sind keine normalen Bücher, sondern nennen sich "Comic-Romane": Die Geschichte wird im Stil eines Tagebuchs erzählt und dabei auf jeder Seite mit lustigen Zeichnungen versehen, z.B. so wie hier:
 

Bei amazon werden von vielen verzweifelten Eltern, deren Kinder (meist Söhne...) vorher nie ein Buch in die Hand genommen haben, ganze Lobeshymnen auf "Gregs Tagebuch" gesungen, da diese Bücher ihre Kinder endlich zum Lesen gebracht haben. Was also macht den Erfolg der Bücher aus?
  • Man liest die Bücher recht schnell durch - ich habe pro Titel (jeweils 220 Seiten) etwa eine gute Stunde gebraucht - die Kinder haben also ein schnelles Erfolgserlebnis
  • Greg hat die ganz normalen Probleme eines 13jährigen Jungen: er ist faul, spielt für sein Leben gern Computerspiele, hat eine nervig-liebenswerte Familie und wäre in der Schule gern beliebter - ein klasse Anti-Held also, der dem Leser oft ähnlicher ist, als es ihm lieb ist
  • Die Bücher sind einfach unglaublich witzig und mit einer guten Prise Ironie geschrieben!
  • Die Comics sind liebevoll gezeichnet, die Charaktere haben einen hohen Wiedererkennungswert - fast, als treffe man seine eigene Familie in diesem Buch wieder...

Bisher am besten hat mir Band 4 "Ich war's nicht" gefallen, da hier am Ende nochmal alle Erlebnisse des Buches zusammengefasst aufs Korn genommen wurden (mehr will ich jetzt nicht verraten), aber auch die anderen Bände sind klasse! Wer hochtrabende, feingeistige Literatur sucht, ist hier natürlich an der falschen Adresse, allen anderen kann ich "Gregs Tagebücher" uneingeschränkt empfehlen. Und ganz sicher muss man nicht mehr 13 sein, um Spaß daran zu haben! Ich hoffe auf viele weitere Bände :-)

Kurzweilige Unterhaltung, liebevolle Comics - nicht nur für Kinder ein toller Spaß! 8 von 10 Bücherdiebinnen!


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