Dienstag, 26. Juli 2011

[Buch im Buch]
"Das Lied der Träumerin" von Tanya Stewner

Hallo alle miteinander, 
heute stelle ich euch wieder ein Buch über das Lesen und die Liebe zu Büchern vor - diesmal sogar ein ganz aktuelles, denn es ist erst im März diesen Jahres erschienen. Neben Büchern spielt hauptsächlich Musik eine große Rolle im Leben der Protagonistin Angelia, die als Sängerin ihren Durchbruch schaffen möchte:


"Das Lied der Träumerin" von Tanya Stewner

Was wären wir ohne unsere Träume?
Angelia hat einen Traum: Sie will als Sängerin den Durchbruch schaffen. Und sie ist fest davon überzeugt: Nur wer träumt, der lebt! Sie geht nach London, um ihren Traum wahrzumachen. Dort erlebt sie mit dem ungleichen Brüderpaar Josh und Jeremy Licht und Schatten von Freundschaft und Liebe. Angelia geht durch Glück und Enttäuschung, muss sich ihrer Vergangenheit stellen und bleibt doch immer auf dem Weg, den ihr Traum ihr zeigt.

Das ganze Buch ist gespickt mit Zitaten aus bekannten Liedern, doch neben diesen eingängigen Liedzeilen spielen auch Bücher eine große Rolle. Zum einen sind da die englischen Klassiker von John Keats, Charles Dickens oder Emily Bronte, die Angelia und ihr Freund, der ihr die Literatur näher bringen möchte, sich gegenseitig vorlesen. Doch besonders ein Buch spielt eine zentrale Rolle im Leben der 18jährigen Träumerin: Mit voller Leidenschaft zitiert sie aus ihrer "Träumerbibel" - dem Buch "Der Alchemist" von Paulo Coehlo.

Ich muss zugeben, dass ich mit den Büchern von Paulo Coelho leider gar nicht viel anfangen kann (vielleicht hat jemand meine Rezension zu "Veronika beschließt zu sterben" gelesen?) Aber die Art, wie Angelia über ihr geliebtes Buch berichtet, hat mich als Büchernärrin natürlich trotzdem fasziniert. Sehr viel Kraft zieht sie aus den geschriebenen Worten, überträgt sie auf ihren eigenen Lebensweg und schöpft immer neuen Mut daraus hervor. Genau wird beschrieben, wie völlig zerlesen ihre Ausgabe von "Der Alchimist" ist, und dass überall im Buch Markierungen an den Stellen angebracht sind, welche Angelia besonders bewegt haben... Und wenn jemand ein Buch so liebt, dann muss dies auch hier vorgestellt zu werden!

Kommentare:

  1. sorry...ist was schief gelaufen beim erste Versuch :/

    Coehlo schreibst nicht nur unterhalsame Geschichten, sondern er teilt mit Ihnen etwas mit. Entweder führt er uns unsere Gesellschaft vor die Augen oder macht Mut. Alchemist hat mich persönlich sehr stark an den kleinen Prinzen erinnert...frag mich aber nicht warum...es ist schon ein Buch mit Tiefgang und auch ich habe ein ähnliches Buch, das ich genau so liebe und wie eine Bibel immer wieder lese "Siddhartha" von Hermann Hesse :)

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  2. Hallo dyabollo,
    mir ging es auch so, dass mich "Der Alchimist" teilweise an den "Kleinen Prinzen" erinnert hat. Dies kommt, glaube ich, hauptsächlich daher, dass sie vom Stil ähnlich geschrieben sind. Beide sind ähnlich einem Märchen aufgebaut, haben keine in sich schlüssige Dramaturgie, die Ereignisse werden sozusagen aus dem Nichts beschworen - das ganze ist dann noch gewürzt mit ein paar Lebensweisheiten ("Man sieht nur mit dem Herzen gut..."). Was beim "Kleinen Prinzen" aber in einem Kinderbuch verpackt ist und daher noch charmant daherkommt, finde ich bei Coelho schon zu aufgesetzt - er lässt seine Leser einfach nicht selbst denken, verpackt seine Weltanschauung in pseudo-esoterische Lebensweisheiten, die ich auf jedem Kalenderblatt finden kann. Ich finde auch nicht, dass er uns eine Gesellschaft vor Augen führt, er zeigt uns nur stereotype Verhaltensweisen, die er dann auf die ganze Menschheit bezieht. Mehr dazu aber unter deinem Kommentar zu "Veronika beschließt zu sterben".
    "Siddhartha" habe ich bisher leider nicht gelesen, habe es aber unbedingt noch vor! Hermann Hesse traue ich auch einen wesentlich differenzierteren Blick zu, der sich mit einem gewissen literarischen Anspruch dem Thema widmet. Schön, dass du auch so eine "Träumerbibel" hast :-)
    Liebe Grüße!

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